Bei der inhaltslosen Demonstration in Bern scheint es fast so, als wolle man die eigenen Argumente der Bevölkerung gar nicht näher bringen findet Lamm-Redaktor*in Noctua Rosa Moser. (Bild: Kritisches Fotografiekollektiv)

Die inhalts­leere Demo von Bern

Nach den Pro-Palä­stina-Prote­sten vom 11. Oktober 2025 versam­melten sich Aktivist*innen dieses Jahr erneut in Bern. Statt inhalt­li­cher Schärfe oder einer breiten Mobi­li­sie­rung setzten die Organisator*innen dieses Mal auf Ironie zum Selbst­zweck. Eine Kritik. 

Zwischen Gefängnis und Nothilfe ↗

Unrecht­mässig verschuldet

Die Zürcher Staats­an­walt­schaften verhängen oft unzu­lässig hohe Geld­strafen für abge­wie­sene Asyl­su­chende, die täglich von 10.50 Franken Nothilfe leben. Trotz Kritik der Demo­kra­ti­schen Jurist*innen bleibt die Praxis bestehen. Strafen sollen aber bald durch gemein­nüt­zige Arbeit begli­chen werden können. 

Wenn die Polizei in die Unter­kunft kommt

Alle paar Wochen durch­sucht die Polizei im Rück­kehr­zen­trum Urdorf Bewohner bis auf die Unter­hose. Viele erhalten danach Straf­be­fehle wegen rechts­wid­rigen Aufent­halts und bis zu einem Jahr Haft. Unsere Recherche zeigt: Das Vorgehen hat Methode – funk­tio­niert aber nur, solange niemand hinsieht. 

Das Theater um Demokratie

Während das Theater Basel ein Demo­kra­tie­fe­stival veran­staltet, wird eine Palä­stina-Demon­stra­tion auf dessen Vorplatz einge­kes­selt. Das Theater öffnet seine Türen für die Polizei, schliesst sie aber für die Demonstrant*innen. Unser Autor fragt: Was bedeutet Demokratie? 
«Die Siedlungen sind strategisch so gelegt, dass sie die Lebensumstände der einheimischen Bevölkerung so miserabel wie möglich machen.» (Bild: Helena)

Ungleiche Nachbar*innen

Während der Schweizer Dozent David Bollag in der Sied­lung Efrat scheinbar gren­zen­lose Frei­heit geniesst, verliert der palä­sti­nen­si­sche Filme­ma­cher Mohamad Zwahara im Dorf nebenan seine Heimat. Über die Folgen der israe­li­schen Besat­zung und die Rolle Schweizer Universitäten. 

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