Sturz ohne Systemwechsel

Seit über einem Jahr­hun­dert diktiert das Erdöl Vene­zuelas Politik. Auch Maduros Sturz ändert nichts daran. Ein Blick von den Ruinen des «Sozia­lismus des 21. Jahr­hun­derts» bis hin zum neuen Oppor­tu­nismus unter Delcy Rodríguez. 

Zwischen Gefängnis und Nothilfe

Unrecht­mässig verschuldet

Die Zürcher Staats­an­walt­schaften verhängen oft unzu­lässig hohe Geld­strafen für abge­wie­sene Asyl­su­chende, die täglich von 10.50 Franken Nothilfe leben. Trotz Kritik der Demo­kra­ti­schen Jurist*innen bleibt die Praxis bestehen. Strafen sollen aber bald durch gemein­nüt­zige Arbeit begli­chen werden können. 

Wenn die Polizei in die Unter­kunft kommt

Alle paar Wochen durch­sucht die Polizei im Rück­kehr­zen­trum Urdorf Bewohner bis auf die Unter­hose. Viele erhalten danach Straf­be­fehle wegen rechts­wid­rigen Aufent­halts und bis zu einem Jahr Haft. Unsere Recherche zeigt: Das Vorgehen hat Methode – funk­tio­niert aber nur, solange niemand hinsieht. 

Wer stört, muss bezahlen

Ab 1. Januar tritt der Gegen­vor­schlag zur „Anti-Chaoten-Initia­tive” in Kraft. Ab dann wälzt die Stadt Zürich die Kosten aller unbe­wil­ligten Demon­stra­tionen auf die Teilnehmer*innen ab, sofern mehr als 50 Poli­zei­ein­satz­stunden nötig waren. Was bedeutet diese Ände­rungen für die politische… 

Besinn­liche Ausschaffung

Laut Fach­stellen vergeben die Migra­ti­ons­be­hörden am Jahres­ende beson­ders häufig nega­tive Asyl­ent­scheide und Ausschaf­fungs­be­fehle. Aufgrund der irre­gu­lären Öffnungs­zeiten der Behörden und Bera­tungs­stellen während der Feier­tage bleibt den Betrof­fenen noch weniger Möglich­keit, sich zu wehren. 

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Geschichte heute

Was uns die Letten­räu­mung vor 30 Jahren lehrt

Der Alar­mismus gegen­über Drogen­ab­hän­gigen in Zürich flammt erneut auf. Er ist Teil einer histo­ri­schen Konti­nuität: 1994 gipfelte die Gewalt gegen die Drogen­mi­sere in der Hinrich­tung dreier migran­ti­scher Männer auf dem Letten­areal. Ein Blick zurück zeigt die Folgen der poli­zei­li­chen Repression. 

Tatort: Küchen­tisch, Mansarde oder Wohnzimmer

Akten der Krimi­nal­po­lizei zeigen, was ein Abtrei­bungs­verbot für Zürche­rinnen der 1930er- und 40er-Jahre bedeu­tete: Verzweif­lung, Verlet­zung und im schlimm­sten Fall den Tod. Restrik­tive Gesetze verhin­dern keine Abtrei­bungen, sondern machen sie gefähr­lich – vor allem für Arbeiterinnen. 

Stimmen aus den Camps